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Paint by Pairs
Paint by Pairs ist ein Bilder-Logikrätsel, bei dem gleiche Zahlen paarweise durch Wege verbunden werden. Jeder fertige Weg wird ausgemalt; aus allen ausgemalten Wegzellen entsteht am Ende ein verborgenes Pixelbild.
Die gleiche Rätselart wird häufig Link-a-Pix genannt und ist bei manchen Anbietern auch als Number Net bekannt. Dieses Tutorial behandelt die schwarz-weiße Variante. Bei farbigen Ausgaben kommt zusätzlich die Farbe der Hinweise und Wege als Bedingung hinzu.
Die Zahl beschreibt nicht die geometrische Entfernung der beiden Endpunkte, sondern die vollständige Anzahl der Felder im Weg. Beide Zahlenfelder werden mitgezählt. Ein Weg mit der Zahl 5 enthält daher die beiden Endfelder und genau drei weitere Felder.
Grundregeln
- Jede Zahl größer als
1wird mit genau einer gleichen Zahl verbunden. - Der verbindende Weg enthält genau so viele Felder, wie die Zahl angibt. Die beiden Zahlenfelder zählen mit.
- Ein Weg verläuft nur waagerecht oder senkrecht von Feld zu Feld; diagonale Schritte sind nicht erlaubt.
- Ein Weg darf kein Feld zweimal benutzen und keine andere Zahl als inneres Wegfeld überqueren.
- Verschiedene Wege dürfen keine Zelle gemeinsam benutzen und sich nicht kreuzen. In der hier verwendeten schwarz-weißen Variante dürfen sie jedoch direkt nebeneinanderliegen.
- Eine
1besitzt keinen Partner. Sie bildet einen ein Feld langen Weg und wird sofort ausgemalt. - Felder, die zu keinem Weg gehören, bleiben weiß. Die Gesamtheit aller Wegfelder ergibt das Bild.
Strategien zum Lösen
Beginne mit 1 und 2, danach mit Paaren, deren Endpunkte bereits genau n - 1 Schritte auseinanderliegen. Prüfe bei mehrfach vorkommenden Zahlen zuerst, welche Partner überhaupt erreichbar sind. Erst wenn die Paarung feststeht, untersuchst du die möglichen Routen.
Behandle jede fremde Zahl und jeden bereits fertig gezeichneten Weg als Hindernis. Zähle nach jeder Biegung die benutzten Felder und die noch nötigen Schritte bis zum Ziel. So erkennst du früh, ob eine Route zu kurz, zu lang oder wegen der Schrittparität unmöglich ist.
Die folgenden zehn Schritte verwenden dasselbe eindeutig lösbare 15×15-Rätsel. Die Bilder bauen aufeinander auf; vor dem letzten Bild wurden die gezeigten Regeln auf die übrigen Paare wiederholt.
1. Einser sind fertige Einzelfeldwege
Im Raster stehen vier Hinweise mit dem Wert 1. Ein solcher Hinweis hat keinen zweiten Endpunkt: Das Zahlenfeld selbst ist bereits der vollständige, ein Feld lange Weg.

Alle vier Einser werden sofort ausgemalt. Es gibt keine alternative Route, denn ein zusätzliches Feld würde die erlaubte Länge bereits überschreiten.
Einser sind nicht nur kostenlose Startfelder. Als belegte Zellen sperren sie später mögliche Routen anderer Paare.
2. Benachbarte Zweier werden direkt verbunden
In Zeile 3 stehen in Spalte 5 und Spalte 6 zwei benachbarte Zweier. Ein Weg der Länge 2 besitzt genau zwei Felder und nur einen Schritt zwischen seinen Endpunkten.

Die beiden Zahlenfelder bilden deshalb bereits den ganzen Weg. Ein Knick oder Umweg würde mindestens zwei zusätzliche Schritte benötigen und wäre zu lang.
Bei Zweiern lohnt sich ein vollständiger Scan des Rasters: Nur orthogonal benachbarte gleiche Zahlen können ein Paar bilden; diagonale Nachbarn sind nicht direkt verbunden.
3. Exakte Entfernung ergibt einen geraden Weg
Die Dreier in Zeile 6, Spalte 3 und Zeile 6, Spalte 5 liegen zwei Schritte auseinander. Ein Dreierweg benötigt ebenfalls genau zwei Schritte, weil er aus drei Feldern einschließlich der Endpunkte besteht.

Es bleibt kein Schritt für einen Umweg. Das Feld in Zeile 6, Spalte 4 muss zwischen den beiden Endpunkten liegen, sodass ein gerader Dreierweg entsteht.
Stimmen Manhattan-Distanz und benötigte Schrittzahl überein, darf jeder Schritt nur näher an das Ziel führen. Bei Endpunkten in derselben Zeile oder Spalte ist die Route dadurch vollständig bestimmt.
4. Zuerst den einzig erreichbaren Partner finden
Die 3 in Zeile 4, Spalte 11 kann innerhalb von zwei Schritten nur die 3 in Zeile 4, Spalte 9 erreichen. Alle anderen Dreier liegen zu weit entfernt oder besitzen nicht die passende Distanz.

Die Paarung ist damit festgelegt. Da beide Zahlen in derselben Zeile genau zwei Schritte auseinanderliegen, wird auch die Route sofort eindeutig: Das Feld in Zeile 4, Spalte 10 liegt dazwischen.
Trenne gedanklich zwei Fragen: Welche gleiche Zahl ist der Partner, und welche Felder benutzt der Weg? Manchmal beantwortet die Reichweite beide Fragen gleichzeitig, manchmal nur die erste.
5. Ein fremder Hinweis erzwingt die Biegung
Nachdem das vorige Dreierpaar vergeben ist, gehören im oberen Bereich die 3 in Zeile 2, Spalte 9 und die 3 in Zeile 3, Spalte 8 zusammen. Ihre Distanz beträgt zwei Schritte, also muss ein kürzester Weg mit genau einer Biegung entstehen.

Als mittleres Feld käme geometrisch entweder Zeile 2, Spalte 8 oder Zeile 3, Spalte 9 infrage. Das zweite Feld enthält jedoch eine 4 und darf nicht als inneres Feld eines Dreierwegs benutzt werden. Damit bleibt nur Zeile 2, Spalte 8.
Andere Zahlen sind also keine neutralen Rasterfelder. Sie sind Endpunkte eigener Wege und blockieren jede Route, zu der sie nicht als passender Endpunkt gehören.
6. Blockierte kürzeste Wege ausschließen
Die beiden Vierer in Zeile 3, Spalte 4 und Zeile 4, Spalte 6 liegen drei Schritte auseinander. Genau drei Schritte sind für einen Viererweg verfügbar. Der erste Schritt nach rechts würde jedoch auf die fremde 2 in Zeile 3, Spalte 5 führen.

Damit scheiden alle kürzesten Routen aus, die oben nach rechts beginnen. Der Weg muss zuerst nach unten und danach zweimal nach rechts laufen. Die beiden inneren Felder in Zeile 4, Spalte 4 und Spalte 5 sind sicher.
Bei exakter Distanz kannst du mögliche Schrittfolgen systematisch prüfen. Sobald ein notwendiger Schritt auf einen fremden Hinweis oder fertigen Weg trifft, ist die gesamte Reihenfolge ausgeschlossen.
7. Benachbarte Vierer brauchen einen Umweg
Die Vierer in Zeile 7, Spalte 2 und Spalte 3 stehen direkt nebeneinander. Der direkte Abstand beträgt nur einen Schritt, ein Viererweg benötigt aber drei Schritte. Es müssen also genau zwei zusätzliche Schritte als kleiner Umweg eingebaut werden.

Ein solcher Weg kann das Zahlenpaar nur auf einer Seite in Form eines U umgehen. Oberhalb liegt in Zeile 6, Spalte 3 ein fremder Dreierhinweis, der den oberen Umweg sperrt. Deshalb führt der Weg über Zeile 8, Spalte 2 und Spalte 3.
Die Parität erklärt, warum genau ein Zweischritt-Umweg nötig ist: Von einem Feld zu seinem Nachbarfeld führen Wege immer über eine ungerade Zahl von Schritten. Drei Schritte sind möglich, zwei oder vier dagegen nicht.
8. Einen verlockenden Partner als unerreichbar erkennen
Für die 5 in Zeile 7, Spalte 4 wirken zunächst sowohl die 5 in Zeile 7, Spalte 6 als auch jene in Zeile 8, Spalte 7 erreichbar. Zum zweiten Kandidaten beträgt die Distanz genau vier Schritte, sodass nur kürzeste Routen erlaubt wären.

Jede dieser kürzesten Routen zum Feld in Zeile 8, Spalte 7 trifft jedoch vorher auf einen anderen Hinweis, insbesondere auf die Hinweise in Zeile 8, Spalte 6 oder in Zeile 7, Spalte 6 und Spalte 7. Dieser Kandidat scheidet vollständig aus.
Der Partner ist daher die 5 in Zeile 7, Spalte 6. Zwischen ihr und dem Startpunkt ist ein Zweischritt-Umweg nötig; die Hinweise oberhalb sperren ihn, also verläuft der Fünferweg über die drei markierten Felder unterhalb.
9. Einen langen Weg als exakten Korridor lesen
Die 8 in Zeile 2, Spalte 7 besitzt nur die 8 in Zeile 8, Spalte 8 als passenden Partner. Sechs Zeilen nach unten und eine Spalte nach rechts ergeben genau die benötigten sieben Schritte.

Der Weg darf keinen Umweg machen und muss genau einmal nach rechts wechseln. Ein früher Wechsel träfe auf den Dreierhinweis in Zeile 3, Spalte 8; ein später Wechsel würde durch weitere Hinweise in Spalte 7 blockiert. Nur der Wechsel in Zeile 4 bleibt möglich.
Bei langen Wegen mit exakter Distanz hilft es, nicht jede Route vollständig zu zeichnen. Bestimme stattdessen, an welchen Stellen der seltene waagerechte oder senkrechte Schritt überhaupt stattfinden kann.
10. Der letzte Weg vervollständigt das Bild
Nach Anwendung derselben Reichweiten-, Hindernis- und Längenprüfungen auf die übrigen Zahlen bleibt zuletzt das Sechserpaar in Zeile 10, Spalte 12 und Zeile 12, Spalte 11 offen. Alle anderen Wege sind bereits belegt und dürfen nicht mehr betreten werden.

Die einzige freie Route mit genau sechs Feldern führt über Zeile 10, Spalte 13, danach durch Zeile 11, Spalte 13 und weiter über Zeile 12, Spalte 13 und Spalte 12 zum Endpunkt in Spalte 11. Jede andere Biegung stößt auf einen fertigen Weg oder kann das Ziel mit den verbleibenden Schritten nicht mehr erreichen.
Mit diesem letzten Weg sind sämtliche Zahlen genau einmal verwendet. Die ausgemalten Zellen bilden eine Sonne; die hellen Linien zeigen weiterhin, welche benachbarten schwarzen Felder zu verschiedenen Wegen gehören.
Häufige Fehler
- Es werden nur die Felder zwischen den Zahlen gezählt. Richtig ist: Beide Zahlenfelder gehören zur Weglänge.
- Gleiche Zahlen werden automatisch mit dem nächsten sichtbaren Exemplar verbunden. Bei mehrfach vorkommenden Werten muss die Paarung logisch bestimmt werden.
- Diagonale Schritte werden zugelassen. Wege dürfen ausschließlich waagerecht und senkrecht verlaufen.
- Ein fremdes Zahlenfeld wird als Durchgang benutzt. Zahlen dürfen nur Endpunkte ihres eigenen passenden Wegs sein.
- Ein Weg wird länger gezeichnet als erlaubt, weil beim Zählen der Startpunkt vergessen wurde.
- Ein fertiger Weg wird von einem späteren Weg mitbenutzt. Jede Rasterzelle darf höchstens einem Weg gehören.
- Nur die Entfernung wird geprüft, nicht die Parität. Ein Umweg verlängert einen orthogonalen Weg immer um zwei, vier oder mehr gerade Schritte.
Ein systematischer Arbeitsablauf
- Male alle Einser aus und verbinde direkt benachbarte Zweier.
- Berechne für gleiche Zahlen die Manhattan-Distanz und streiche zu weit entfernte oder paritätswidrige Partner.
- Suche nach einem Hinweis, für den nur noch ein Partner erreichbar ist.
- Vergleiche die benötigten
n - 1Schritte mit der Entfernung der Endpunkte. - Prüfe alle fremden Zahlen und fertigen Wege als Hindernisse.
- Zeichne einen Weg erst vollständig, wenn Paarung und Route eindeutig sind; halte ansonsten nur sichere Teilstücke fest.
- Wiederhole die Prüfung nach jedem fertigen Weg, weil neue Sperren weitere Routen ausschließen.
- Kontrolliere am Ende, dass jede Zahl verwendet, jede Weglänge korrekt und keine Zelle doppelt belegt ist.
Tipps für Einsteiger
- Schreibe bei längeren Wegen gedanklich ein Restbudget mit: Nach
kbenutzten Feldern bleiben nochn - kSchritte zum Endpunkt. - Arbeite zuerst in Bereichen mit vielen Zahlen. Dicht liegende Hinweise erzeugen nützliche Hindernisse und machen Routen oft eindeutiger.
- Wenn mehrere Routen möglich bleiben, prüfe ihre gemeinsamen Felder. Ein Feld, das in jeder zulässigen Route vorkommt, kann schon vor dem gesamten Weg sicher sein.
- Verwechsle das entstehende Bild nicht mit einer Regel. Die Form kann eine Kontrolle sein, darf aber niemals eine unbelegte Wegentscheidung rechtfertigen.
Kurz zusammengefasst
Paint by Pairs verbindet gleiche Zahlen durch orthogonale Wege exakt vorgegebener Länge. Sichere Lösungen entstehen aus Reichweite, Schrittparität, blockierenden Hinweisen, bereits belegten Zellen und dem verbleibenden Längenbudget. Wenn du Paarwahl und Routenwahl getrennt prüfst, wächst das Pixelbild Weg für Weg ohne Raten aus dem Raster.