Windoku – Schwierig

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Windoku

Windoku ist eine Sudoku-Variante, die auf dem klassischen 9x9-Sudoku basiert. Die normalen Sudoku-Regeln gelten weiterhin: Jede Zeile, jede Spalte und jeder normale 3x3-Block muss die Zahlen 1 bis 9 genau einmal enthalten. Zusätzlich gibt es vier markierte 3x3-Bereiche im Inneren des Gitters. Auch in jedem dieser vier Zusatzbereiche müssen die Zahlen 1 bis 9 genau einmal vorkommen.

Diese zusätzlichen Bereiche werden oft als Fenster bezeichnet. Deshalb wird Windoku auch als Window Sudoku bezeichnet. Weitere geläufige Namen sind Hyper Sudoku oder NRC Sudoku. Die Grundidee bleibt gleich wie beim klassischen Sudoku, aber jedes markierte Fenster liefert eine zusätzliche Einschränkung. Viele sichere Schritte entstehen deshalb nicht nur aus Zeilen, Spalten und normalen Blöcken, sondern gerade aus diesen vier Fenstern.

Grundregeln

  • Das Spielfeld besteht aus 9 Zeilen und 9 Spalten.
  • In jedes leere Feld wird genau eine Zahl von 1 bis 9 eingetragen.
  • In jeder Zeile muss jede Zahl von 1 bis 9 genau einmal vorkommen.
  • In jeder Spalte muss jede Zahl von 1 bis 9 genau einmal vorkommen.
  • In jedem normalen 3x3-Block muss jede Zahl von 1 bis 9 genau einmal vorkommen.
  • Zusätzlich gibt es vier markierte 3x3-Fenster im Inneren des Gitters.
  • Auch in jedem dieser vier Fenster muss jede Zahl von 1 bis 9 genau einmal vorkommen.
  • Die Zusatzfenster ersetzen die normalen 3x3-Blöcke nicht. Beide Arten von Regionen gelten gleichzeitig.
  • Ein Feld in einem Fenster gehört also zu vier Bereichen: Zeile, Spalte, normalem 3x3-Block und Windoku-Fenster.
  • Die vorgegebenen Zahlen dürfen nicht verändert werden.
  • Ein Windoku ist gelöst, wenn alle Felder ausgefüllt sind und alle Zeilen, Spalten, normalen 3x3-Blöcke sowie alle vier Zusatzfenster die Zahlen 1 bis 9 genau einmal enthalten.

Strategien zum Lösen

Windoku wird grundsätzlich wie ein normales Sudoku gelöst. Man sucht sichere Einträge, indem man Zahlen ausschliesst. Der entscheidende Unterschied ist: Die vier Zusatzfenster liefern weitere Ausschlüsse. Dadurch kann ein Feld verboten sein, obwohl es nach Zeile, Spalte und normalem Block noch möglich wirken würde.

1. Zuerst die zusätzlichen Fenster prüfen

Ein guter Einstieg ist die Suche nach fast vollständigen Fenstern. Ein Windoku-Fenster funktioniert wie eine zusätzliche 3x3-Region. Fehlt darin nur noch eine Zahl, kann sie sofort eingetragen werden.

Im folgenden Gitter betrachten wir das linke obere Windoku-Fenster. Es besteht aus den Zeilen 2 bis 4 und den Spalten 2 bis 4.

Windoku tutorial diagram 3

Im linken oberen Fenster stehen bereits die Zahlen 1, 2, 4, 5, 6, 7, 8 und 9. Die einzige fehlende Zahl ist 3. Deshalb muss das leere Fensterfeld in Zeile 4, Spalte 2 eine 3 sein.

Windoku tutorial diagram 4

Diese Schlussfolgerung entsteht nicht aus dem normalen linken oberen 3x3-Block, sondern aus dem zusätzlichen Windoku-Fenster. Genau solche Schritte sind typisch für diese Variante.

2. Ein Fenster kann einen Folgeschritt in einer Zeile auslösen

Häufig löst ein Fenster nicht nur ein einzelnes Feld, sondern bereitet direkt den nächsten Sudoku-Schritt vor. Im folgenden Beispiel betrachten wir das rechte obere Windoku-Fenster. Es besteht aus den Zeilen 2 bis 4 und den Spalten 6 bis 8.

Windoku tutorial diagram 5

Im rechten oberen Fenster stehen bereits die Zahlen 1, 3, 4, 5, 6, 7, 8 und 9. Die einzige fehlende Zahl ist 2. Das leere Fensterfeld in Zeile 2, Spalte 6 muss deshalb eine 2 sein.

Windoku tutorial diagram 6

Jetzt ist Zeile 2 fast vollständig. In dieser Zeile stehen nun 1, 2, 3, 5, 6, 7, 8 und 9. Die einzige fehlende Zahl ist 4. Also muss das letzte leere Feld der Zeile, Zeile 2, Spalte 9, eine 4 sein.

Windoku tutorial diagram 7

Der zweite Eintrag entsteht also als direkte Folge der Fensterregel. Das ist ein wichtiger Windoku-Lernpunkt: Ein Zusatzfenster kann eine Zahl setzen, und diese Zahl kann danach eine normale Zeile, Spalte oder einen normalen Block weiterbringen.

Typischer Lösungsablauf

  1. Prüfe zuerst die normalen Sudoku-Regeln: Zeilen, Spalten und 3x3-Blöcke.
  2. Markiere oder beachte zusätzlich die vier Windoku-Fenster.
  3. Suche in den Fenstern nach fehlenden Zahlen, besonders wenn dort schon viele Zahlen stehen.
  4. Prüfe jedes Fensterfeld immer mit vier Bedingungen: Zeile, Spalte, normaler Block und Fenster.
  5. Nutze Fenster-Einträge als Auslöser für Folgeschritte in Zeilen, Spalten und normalen Blöcken.
  6. Vergleiche Fenster und normale 3x3-Blöcke miteinander, weil sie sich teilweise überschneiden.
  7. Notiere Kandidaten, wenn keine sofort sicheren Einträge sichtbar sind.
  8. Streiche Kandidaten konsequent auch dann, wenn sie nur durch ein Windoku-Fenster ausgeschlossen werden.
  9. Kontrolliere regelmässig, ob in keinem Fenster eine Zahl doppelt vorkommt.

Häufige Fehler

  • Die Zusatzfenster vergessen: Windoku ist kein normales Sudoku mit Dekoration. Die markierten 3x3-Fenster sind echte zusätzliche Regionen.
  • Fenster mit normalen Blöcken verwechseln: Die vier Fenster ersetzen die normalen 3x3-Blöcke nicht. Beide gelten gleichzeitig.
  • Ein Fensterfeld nur mit drei Bereichen prüfen: Bei Fensterfeldern müssen immer vier Bereiche geprüft werden.
  • Eine Zahl in einem Fenster doppelt setzen: Auch wenn Zeile, Spalte und normaler Block passen, kann die Zahl durch das Fenster verboten sein.
  • Zu früh raten: Wie beim klassischen Sudoku sollten nur logisch sichere Zahlen eingetragen werden.

Tipps für Anfänger

  • Behandle die vier Fenster wie zusätzliche 3x3-Blöcke.
  • Prüfe bei jedem leeren Fensterfeld immer: Zeile, Spalte, normaler Block und Fenster.
  • Suche zuerst nach Fenstern, in denen bereits viele Zahlen stehen.
  • Wenn du nicht weiterkommst, gehe Zahl für Zahl durch die Fenster und frage: Wo kann diese Zahl hier überhaupt noch stehen?
  • Nutze Kandidatennotizen besonders in Fensterfeldern, weil dort eine zusätzliche Einschränkung gilt.
  • Kontrolliere nach jedem Eintrag, ob die Zahl auch im zugehörigen Fenster noch erlaubt ist.
  • Achte auf Folgeschritte: Ein sicherer Eintrag im Fenster kann eine normale Zeile oder Spalte sofort weiterbringen.

Windoku erweitert das klassische Sudoku um vier zusätzliche 3x3-Regionen. Dadurch entstehen mehr Einschränkungen, aber auch mehr Ansatzpunkte. Wer die Fenster konsequent wie eigene Regionen behandelt und sie mit Zeilen, Spalten und normalen Blöcken kombiniert, kann Windoku logisch und ohne Raten lösen.