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Yajikabe
Yajikabe ist ein japanisches Logikrätsel, das Elemente von Yajilin und Nurikabe verbindet. Einige Felder enthalten eine Zahl mit einem Pfeil. Die übrigen Felder müssen entweder schwarz gefärbt oder weiss gelassen werden.
Die Pfeile zählen schwarze Felder in einer geraden Linie. Gleichzeitig müssen alle schwarzen Felder eine einzige zusammenhängende Fläche bilden, und es darf kein vollständig schwarzer 2x2-Bereich entstehen. Dadurch genügt es nicht, nur die einzelnen Zahlenhinweise zu erfüllen: Jede Markierung muss auch zur Form der gesamten schwarzen Fläche passen.
Grundregeln
- Einige leere Felder müssen schwarz gefärbt werden.
- Felder mit einer Zahl und einem Pfeil bleiben immer weiss.
- Die Zahl gibt an, wie viele schwarze Felder in Pfeilrichtung bis zum Rand des Gitters liegen.
- Gezählt werden alle schwarzen Felder auf dieser Linie. Weisse Felder und andere Hinweise unterbrechen die Zählung nicht.
- Alle schwarzen Felder müssen über gemeinsame Seiten eine einzige zusammenhängende Fläche bilden.
- Diagonal aneinanderliegende schwarze Felder gelten nicht als verbunden.
- Ein vollständig schwarzer 2x2-Bereich ist verboten.
- Schwarze Felder dürfen sich waagrecht oder senkrecht berühren; nur ein schwarzes 2x2-Quadrat ist verboten.
- Das Rätsel ist gelöst, wenn alle Pfeilhinweise erfüllt sind, alle schwarzen Felder zusammenhängen und kein schwarzes 2x2-Quadrat vorkommt.
Strategien zum Lösen
1. Hinweise mit 0 machen die gesamte Pfeillinie weiss
Ein Hinweis mit der Zahl 0 bedeutet, dass in seiner Pfeilrichtung kein einziges schwarzes Feld liegen darf.
Im folgenden Beispiel zeigt der 0-Hinweis in der ersten Zeile nach rechts. Deshalb müssen alle drei Felder rechts davon weiss bleiben. Der 0-Hinweis rechts in der vierten Zeile zeigt nach oben und hält die Felder über ihm weiss. Der 0-Hinweis links in der sechsten Zeile zeigt nach unten.

Diese Felder können später weiterhin von anderen Pfeilen gesehen werden, zählen dort aber nicht als schwarze Felder.
2. Entspricht der Hinweis allen möglichen Feldern, werden sie schwarz
Der Hinweis 8 in der ersten Zeile blickt auf genau acht Felder unter sich. Da er acht schwarze Felder verlangt, müssen alle acht schwarz sein.
Der Hinweis 7 in derselben Zeile sieht ebenfalls acht Felder. Eines davon ist jedoch selbst ein Zahlenhinweis und muss weiss bleiben. Damit bleiben genau sieben mögliche schwarze Felder, und alle sieben werden schwarz.

Der zweite Schluss zeigt eine wichtige Denkweise: Nicht nur die Länge der Linie zählt, sondern auch, welche Felder wegen anderer Regeln bereits sicher weiss sind.
3. Ein teilweise erfüllter Pfeil bestimmt die übrigen Felder
Der Hinweis 2 in der zweiten Zeile sieht nur die beiden Felder links von sich. Das zweite Feld dieser Zeile ist durch den 8v-Hinweis bereits schwarz. Deshalb muss auch das erste Feld schwarz sein.
Der Hinweis 3 in derselben Zeile sieht vier Felder. Das erste und zweite Feld sind schwarz, das dritte Feld ist ein Hinweis und damit weiss. Um insgesamt drei schwarze Felder zu erreichen, muss das vierte Feld schwarz sein.

Beide Einträge sind eindeutig: Die noch fehlende Anzahl schwarzer Felder entspricht jeweils genau der Zahl der verbleibenden Möglichkeiten.
4. Ein Pfeil kann eine ganze kurze Linie auf einmal füllen
Der Hinweis 3 in der vierten Zeile blickt auf genau drei Felder oberhalb. Alle drei müssen schwarz sein.

Der Hinweis wirkt bis zum Rand. Es spielt keine Rolle, ob zwischen den gezählten Feldern andere schwarze oder weisse Linien liegen; entscheidend ist nur die Anzahl schwarzer Felder in dieser Spalte oberhalb des Hinweises.
5. Ist die geforderte Anzahl erreicht, bleiben alle übrigen Felder weiss
Der Hinweis 1 in der fünften Zeile sieht rechts von sich zwei weitere Hinweisfelder und genau ein normales Feld. Da genau ein schwarzes Feld verlangt wird, muss dieses normale Feld schwarz sein.
Nun sieht der Hinweis 3 am rechten Rand derselben Zeile bereits genau drei schwarze Felder: im zweiten, fünften und achten Feld. Alle weiteren normalen Felder links vom Hinweis müssen deshalb weiss bleiben.

Diese Technik ist ebenso wichtig wie das Setzen schwarzer Felder. Ein erfüllter Hinweis erzeugt häufig mehrere sichere weisse Felder.
6. Drei schwarze Felder eines 2x2-Bereichs erzwingen ein weisses Feld
Im folgenden Beispiel sind in einem 2x2-Bereich bereits drei Felder sicher schwarz.

Würde auch das vierte Feld schwarz, entstünde ein vollständig schwarzes 2x2-Quadrat. Das noch offene Feld muss daher weiss bleiben.

Dieser Schluss benötigt keinen Pfeilhinweis. Er folgt direkt aus der Flächenregel von Yajikabe.
7. Die schwarze Fläche darf kein isoliertes Teilstück bilden
Im folgenden Beispiel ist das vierte Feld der ersten Zeile bereits schwarz. Links davon ist das Feld bereits sicher weiss, rechts davon liegt ein Hinweisfeld und oberhalb endet das Gitter.

Damit besitzt das schwarze Feld nur noch eine mögliche Verbindung zur übrigen schwarzen Fläche: das Feld direkt darunter. Dieses Feld muss ebenfalls schwarz werden, unabhängig von Pfeilen und Zahlen.

Würde es weiss bleiben, wäre das schwarze Feld am oberen Rand dauerhaft isoliert. Das wäre mit der vorgeschriebenen zusammenhängenden schwarzen Fläche unvereinbar.
8. Ein hoher Hinweis kann die letzten verbleibenden Felder vollständig festlegen
Der Hinweis 6 in der achten Zeile sieht acht Felder rechts von sich. Drei davon sind bereits schwarz. Zwei weitere sind Hinweisfelder und müssen weiss bleiben.
Damit bleiben genau drei normale Felder übrig, und alle drei werden benötigt, um insgesamt sechs schwarze Felder zu erreichen.


Die Schlussfolgerung ist eindeutig: Drei schwarze Felder fehlen und genau drei mögliche Felder sind noch vorhanden.
9. Pfeile, 2x2-Regel und Verbindung immer gemeinsam prüfen
Ein Feld kann für einen Pfeil rechnerisch möglich sein und trotzdem durch eine andere Regel ausgeschlossen werden. Vor jeder Markierung sollten deshalb drei Fragen geprüft werden:
- Passt die Markierung zu allen Pfeilen, die dieses Feld sehen?
- Entsteht dadurch ein schwarzer 2x2-Bereich?
- Kann die schwarze Fläche weiterhin zu einer einzigen zusammenhängenden Region werden?
Erst wenn alle drei Bedingungen passen und die Alternative ausgeschlossen ist, ist der Schritt sicher.
Typischer Lösungsablauf
- Markiere zunächst alle Zahlen- und Pfeilfelder als sicher weiss.
- Arbeite alle 0-Hinweise ab und markiere ihre vollständigen Linien weiss.
- Suche Hinweise, deren Zahl genau der Anzahl noch möglicher schwarzer Felder entspricht.
- Prüfe Hinweise, deren geforderte Anzahl bereits erreicht ist, und markiere die übrigen Felder weiss.
- Kontrolliere nach jedem schwarzen Feld alle angrenzenden 2x2-Bereiche.
- Prüfe regelmässig, ob schwarze Teilflächen nur noch über ein bestimmtes Feld verbunden werden können.
- Wiederhole Pfeilzählung, 2x2-Prüfung und Verbindungsprüfung nach jedem sicheren Schritt.
Häufige Fehler
- Die Zählung an einem weissen Feld oder einem anderen Hinweis stoppen. Der Pfeil zählt bis zum Rand.
- Ein Zahlenfeld schwarz färben.
- Schwarze Felder wie bei Yajilin voneinander trennen. In Yajikabe müssen sie gerade zusammenhängen.
- Waagrecht oder senkrecht benachbarte schwarze Felder grundsätzlich verbieten. Verboten ist nur ein vollständig schwarzer 2x2-Bereich.
- Nur die Pfeilzahlen prüfen und die zusammenhängende schwarze Fläche vergessen.
- Ein schwarzes 2x2-Quadrat erst am Ende bemerken.
- Bei mehreren möglichen Verteilungen raten.
Tipps für Anfänger
- Beginne mit 0-Hinweisen sowie sehr hohen Hinweisen.
- Führe bei jedem Pfeil zwei Zähler: bereits schwarze Felder und noch mögliche schwarze Felder.
- Markiere sichere weisse Felder genauso konsequent wie schwarze Felder.
- Prüfe jeden neuen schwarzen Eintrag sofort gegen die vier möglichen 2x2-Bereiche um ihn herum.
- Behalte schmale Verbindungen zwischen schwarzen Teilflächen als mögliche Brücken im Blick.
- Wenn ein Schritt nicht durch einen Pfeil, die 2x2-Regel oder die Verbindung eindeutig begründet ist, warte mit der Markierung.
Yajikabe verbindet exakte Linienzählung mit Flächenlogik. Die Pfeile bestimmen, wie viele schwarze Felder in einer Richtung liegen, während die 2x2-Regel und die Verbindungsvorgabe deren Anordnung begrenzen. Gute Lösungsfortschritte entstehen meist dadurch, dass diese drei Bedingungen gleichzeitig ausgewertet werden.